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HEADLINES 12 Tote bei Zugunglück auf den PhilippinenUnter den Toten ist auch ein erst ein Jahre altes Baby. 40 Passagiere wurden schwer verletzt, die meisten von ihnen erlitten Knochenbrüche am Oberkörper und an den Beinen. Als Ursache des Unglücks in der Provinz Quezon, rund 150 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila, wurde zu hohe Geschwindigkeit vermutet. Möglicherweise habe aber auch ein Stück der Gleise gefehlt, da immer wieder Schienenteile gestohlen würden, sagte ein Bahnsprecher. Die Rettungskräfte mussten mit schwerem Gerät die Waggons öffnen und Scheiben einschlagen, um Opfer oder Überlebende unter Schock aus dem Zugwrack herauszuziehen. Mit Hilfe von Seilen wurden sie schließlich den Abhang hinauf gebracht. Nach ersten Erkenntnissen sprang der letzte der insgesamt 5 Waggons in einer engen Kurve aus den Gleisen und stürzte den Abhang hinab, woraufhin 3 weitere folgten. "Es schien, als ob die anderen Waggons von dem ersten hinuntergezogen wurden", sagte Schaffner Melquiades del Pilar. "Ich war im zweiten Waggon. Ich spürte, wie wir entgleisten und dann sind wird hinabgefallen." Der Zug war auf dem Weg von der östlichen Stadt Naga in die philippinische Hauptstadt. Die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo ordnete nach dem Unglück die Sperrung der Strecke an, bis das Ergebnis einer Sicherheitsuntersuchung vorliegt. |
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| © dpa - Meldung vom 04.05.2006 15:25 Uhr | |||||||||||||
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| © dpa - Meldung vom 13.05.2006 17:05 Uhr | ||||
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| © dpa - Meldung vom 16.04.2006 12:34 Uhr |
WEB.DE Portale > Schlagzeilen
Meldung vom 06.04.2006 10:54 Uhr
Neue Papageie
New York (dpa) - Wissenschaftler haben auf den Philippinen eine bisher
unbekannte Papageien- und eine neue Mausart entdeckt. Die beiden Tierarten
leben auf der kleinen Insel Camiguin. Das schreiben die Forscher im
amerikanischen Fachmagazin "Fieldiana: Zoology".
Ihre Entdeckung zeige, wie wichtig es sei, den restlichen Regenwald auf der
Insel zu erhalten. Der neu entdeckte Papagei hat grünes Gefieder mit blauer
Kehle und blauen Schenkeln. Die Spitze des Kopfes und der Schwanz leuchten
scharlachrot bis orange. Dass es sich um eine bisher unbekannte Art
handelte, fanden die Forscher bei der Untersuchung präparierter Exemplare
heraus, die sich schon seit vierzig Jahren im Besitz des Field Museums in
Chicago (US-Staat Illinois) befanden. Ein deutscher Papageienfreund, Thomas
Arndt, hat die neue Art mittlerweile auf Camiguin fotografiert. Die bisher
unbekannte Maus hat große Augen und Ohren und ein braunes Fell. Sie war auch
den Einheimischen bisher noch nicht aufgefallen.
"Zu wissen, dass auf Camiguin mindestens 54 Vogelarten und mindestens 24
Säugetierarten vorkommen und einige dieser Tiere nirgendwo sonst auf der
Erde zu finden sind, lässt uns begreifen, wie wichtig diese Insel ist",
sagte einer der Forscher, Lawrence Heaney, Säugetier-Kurator am Field
Museum. Die Insel war einmal ganz mit Regenwald bedeckt, doch schon 2001
waren es nur noch 18 Prozent. Seitdem ist der Anteil weiter gesunken.
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© dpa
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Philippinen
lassen sich ans Kreuz nageln
Wie alljährlich an Karfreitag haben sich wieder rund ein Dutzend Gläubige auf
den Philippinen ans Kreuz schlagen lassen. Sie wollen für ihre Sünden büssen
oder damit kranke Verwandte retten.
Allein in San Pedro Cutud, 70 Kilometer nördlich von Manila, unterzogen sich
nach Angaben der Organisatoren neun Menschen dem blutigen Ritual, um für ihre
Sünden zu büssen oder Gott um die Genesung eines kranken Verwandten zu bitten.
Der 45-jährige Ruben Enaje, der sich bereits zum 20. Mal kreuzigen liess,
erklärte, für ihn sei dies eine Möglichkeit, Gott zu danken, dass er einst als
Bauarbeiter einen Sturz vom Dach eines Hauses überlebte. Die zehn Zentimeter
langen Nägel werden in Alkohol getränkt, um eine Infektion zu verhindern.
Die katholische Kirche hat die Kreuzigungen wiederholt verurteilt. Sie gingen
ebenso wie die in Teilen der Philippinen praktizierte Selbstgeisselung in der
Karwoche auf heidnische Traditionen zurück, sagte ein Sprecher der
philippinischen Bischofskonferenz am Freitag. Das blutige Schauspiel erfreut
sich dennoch wachsender Beliebtheit, dieses Jahr versammelten sich rund 15.000
Zuschauer in San Pedro Cutud.
Quelle: AP
24.2.2006
Ausnahmezustand auf Philippinen
Notstand auf Philippinen nach angeblichem Umsturzversuch
Die philippinische Präsidentin Arroyo hat nach einem angeblichen
Umsturzversuch den Notstand über das Land verhängt.
Manila - Nach einem angeblichen Umsturzversuch hat die politisch
angeschlagene philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo am Freitag
den Ausnahmezustand über das Land verhängt.
Es habe eine "klare und augenblickliche Gefahr" gegeben, sagte die
Staatschefin in einer Fernsehansprache. Angehörige des Militärs hätten
geplant, sich gegen die Regierung zu stellen und "ein Regime außerhalb der
Verfassung" zu errichten, erklärte Arroyo am Vorabend des 20. Jahrestags der
Flucht von Diktator Ferdinand Marcos.
Die Regierung habe jedoch diese "illegalen Aktionen zerschlagen". Als
Oberbefehlshaberin der Streitkräfte habe sie die Situation nun unter
Kontrolle, sagte die Präsidentin. Am frühen Morgen war ein General
festgenommen und zwei ranghohe Polizeioffiziere ihrer Posten enthoben
worden, weil sie angeblich Umsturzpläne gegen Arroyo schmiedeten. "Wir haben
die Bedrohung verringert, aber wir können nicht sagen, dass sie vorüber
ist", sagte der Stabschef der Streitkräfte, General Generoso Senga.
Die Kongressabgeordnete Rizza Hontiveros-Baraquel übte Kritik an der
Entscheidung. Der Schritt Arroyos sei verfassungswidrig und illegal. Er
forderte Militär und Polizei auf, das mit der Ausrufung des staatlichen
Notstandes geltende Demonstrationsverbot nicht zu unterstützen.
Unmittelbar nach Verhängung des Ausnahmezustandes löste die Polizei
Demonstrationen von tausenden von Gegnern der Präsidentin mit Wasserwerfern
auf. Mehr als 20 Kundgebungsteilnehmer wurden festgenommen. Später
versammelten sich rund 15 000 Demonstranten zu einem weiteren Protestmarsch,
bei dem es aber keine Zwischenfälle gab. Die Kundgebungen sollten auch an
den Sturz des Diktators Marcos erinnern. Marcos war nach einem Volksaufstand
am 25. Februar 1986 mit seiner Familie außer Landes geflohen.
Die Staatschefin steht seit Juni vorigen Jahres unter Druck, weil sie die
Präsidentenwahl 2004 manipuliert haben soll. Auf mehreren Demonstrationen
wurde ihr sofortiger Rücktritt verlangt. Arroyo bestreitet die Vorwürfe und
lehnt einen Amtsverzicht ab. Im September war die Opposition damit
gescheitert, ein Amtsenthebungsverfahren gegen sie einleiten zu lassen. In
der Folge hatte es in Manila immer wieder Putschgerüchte gegeben. Arroyo war
2001 an die Staatsspitze gelangt, nachdem ihr Vorgänger in Joseph Estrada in
einem vom Militär unterstützten Volksaufstand aus dem Amt gedrängt wurde.
Die Verhängung des Ausnahmezustandes schickte die Börse in Manila und die
Landeswährung Peso vorübergehend auf Talfahrt. Später erholte sich das
Aktienbarometer und schloss mit einem Verlust von nur rund einem Prozent.
"Investoren müssen sich auf weitere Schwankungen und Schwächen gefasst
machen", warnte ein Händler.
Am Morgen waren die Sicherheitsvorkehrungen in der Hauptstadt deutlich
verstärkt worden. Alle Zufahrtsstraßen zum Präsidentenpalast wurden nach
Fernsehberichten mit Stacheldraht und Schiffscontainern abgesperrt, während
hunderte von Polizisten an Kontrollpunkten Posten bezogen. Der
Schulunterricht in der Hauptstadt wurde abgesagt.
Die USA appellierten an die Bevölkerung, Ruhe zu bewahren und auf Gewalt zu
verzichten. "Die US-Regierung beobachtet die Situation sehr genau", heißt es
in einer Erklärung der Botschaft. "Wir rufen die Regierung der Philippinen
und die Menschen auf, das Gesetz zu respektieren, die Bürger- und
Menschenrechte zu wahren und nicht zu Gewalt zu greifen." Washington ist ein
enger Verbündeter Manilas. Australien sprach eine Reisewarnung für seine
Bürger aus.
Der Ausnahmezustand bleibe in Kraft, solange er vonnöten sei, betonte
Präsidenten-Stabschef Michael Defensor. Der Schritt gebe der Regierung die
Möglichkeit, mutmaßliche Rädelsführer ohne Haftbefehl sofort festnehmen zu
lassen. Defensor hatte zuvor erklärt, die Regierung sei dabei, "acht bis
zehn Personen - Soldaten, Zivilisten und Finanziers" festzunehmen zu lassen.
Es habe einen eindeutigen Versuch einer Gruppe gegeben, die Macht an sich zu
reißen. Dank der schnellen Reaktion des Militärs sei die Lage aber unter
Kontrolle.
© dpa - Meldung vom 24.02.2006 13:57 Uhr
Quelle: www.web.de
18. Februar 2006, 7:30
Möglicherweise bis zu 3000 Tote nach Erdrutsch auf den Philippinen
Dörfer vorsorglich evakuiert
Die Zahl der Opfer des gewaltigen Erdrutschs auf der philippinischen Insel
Leyte ist möglicherweise wesentlich höher als bisher angenommen. Nach
Behördenangaben lebten in dem verschütteten Dorf Guingsaugon rund 3000
Menschen.
Das Dorf wurde am Freitag unter einer gewaltigen Schlamm- und Gerölllawine
begraben. Die Chancen, Verschüttete lebend zu bergen, lägen bei zehn
Prozent, sagte die Bürgermeisterin der nahegelegenen Stadt Saint Bernard,
Maria Lim, am Samstag dem Radiosender DYVL.
Bis Samstagmorgen wurden über 100 Leichen und 57 Überlebende geborgen. In
den frühen Morgenstunden nahmen die Bergungsmannschaften ihre mühselige
Suche nach Verschütteten wieder auf.
Mit blossen Händen und Schaufeln gruben sie sich durch den Schlamm, der an
einigen Stellen bis zu 30 Meter hoch lag.
Soldaten versuchten vergeblich, die Dorfgrundschule freizulegen, in der mehr
als 200 Schüler und 40 Lehrer von den Schlammmassen überrascht worden waren.
Angehörige berichteten von mehreren SMS-Botschaften der Kinder. Nach kurzer
Zeit mussten die Helfer ihre Bergungsversuche jedoch wieder aufgeben, als
eine neue Schlammwand niederging.
Wieder zurückgekehrt
Nach Angaben der Gouverneurin der Provinz Leyte, Rosette Lerias, lebten laut
der jüngsten Zählung rund 3000 Menschen in den 375 Häusern des Dorfs.
Zwar sei Guingsaugon Anfang der Woche nach einer Reihe von Erdrutschen auf
den Nachbarort vorsorglich evakuiert worden. Doch kehrten die meisten wieder
zurück, nachdem der tagelange sintflutartige Regen aufgehört hatte.
Nach einem leichten Erdbeben sei die Schlammlawine dann so rasch auf das
Dorf niedergegangen, dass für die meisten Bewohner keine Zeit mehr zur
Flucht blieb. Das philippinische Rote Kreuz hatte am Freitag von rund 200
Toten und 1500 Vermissten gesprochen.
In der Zwischenzeit trafen erste internationale Hilfszusagen ein. Die UNO
und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) gaben Gelder zur
Soforthilfe frei. Ein Expertenteam der UNO sollte vor Ort über weitere
Hilfen entscheiden. Die US-Marine entsandte ein Kriegsschiff, das an einem
Manöver in philippinischen Gewässern teilnimmt.
Dörfer evakuiert
Wegen der akuten Gefahr weiterer Erdrutsche haben die philippinischen
Behörden elf Dörfer auf der Insel Leyte evakuiert.
Rosette Leria, die Gouverneurin der Provinz Süd-Leyte, erklärte alle diese
Gemeinden hätten ähnliche Bedingungen wie das Dorf Guinsaugon, das am
Freitag von einer Schlamm- und Gerölllawine komplett verschüttet wurde.
Quelle: www.sf.tv