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Mi, 20.6.07

12 Tote bei Zugunglück auf den Philippinen

Manila (dpa) - Ein schweres Zugunglück hat auf den Philippinen mindestens 12 Menschenleben gefordert. 158 Passagiere wurden nach Behördenangaben am Freitag verletzt, als der mit mindestens 400 Menschen besetzte Zug entgleiste und 4 Waggons einen 18 Meter tiefen Abhang hinunterstürzten.

Unter den Toten ist auch ein erst ein Jahre altes Baby. 40 Passagiere wurden schwer verletzt, die meisten von ihnen erlitten Knochenbrüche am Oberkörper und an den Beinen.

Als Ursache des Unglücks in der Provinz Quezon, rund 150 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila, wurde zu hohe Geschwindigkeit vermutet. Möglicherweise habe aber auch ein Stück der Gleise gefehlt, da immer wieder Schienenteile gestohlen würden, sagte ein Bahnsprecher. Die Rettungskräfte mussten mit schwerem Gerät die Waggons öffnen und Scheiben einschlagen, um Opfer oder Überlebende unter Schock aus dem Zugwrack herauszuziehen. Mit Hilfe von Seilen wurden sie schließlich den Abhang hinauf gebracht.

Nach ersten Erkenntnissen sprang der letzte der insgesamt 5 Waggons in einer engen Kurve aus den Gleisen und stürzte den Abhang hinab, woraufhin 3 weitere folgten. "Es schien, als ob die anderen Waggons von dem ersten hinuntergezogen wurden", sagte Schaffner Melquiades del Pilar. "Ich war im zweiten Waggon. Ich spürte, wie wir entgleisten und dann sind wird hinabgefallen."

Der Zug war auf dem Weg von der östlichen Stadt Naga in die philippinische Hauptstadt. Die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo ordnete nach dem Unglück die Sperrung der Strecke an, bis das Ergebnis einer Sicherheitsuntersuchung vorliegt.

 

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Mi, 20.6.07

12 Tote bei Zugunglück auf den Philippinen

Manila (dpa) - Ein schweres Zugunglück hat auf den Philippinen mindestens 12 Menschenleben gefordert. 158 Passagiere wurden nach Behördenangaben am Freitag verletzt, als der mit mindestens 400 Menschen besetzte Zug entgleiste und 4 Waggons einen 18 Meter tiefen Abhang hinunterstürzten.

Unter den Toten ist auch ein erst ein Jahre altes Baby. 40 Passagiere wurden schwer verletzt, die meisten von ihnen erlitten Knochenbrüche am Oberkörper und an den Beinen.

Als Ursache des Unglücks in der Provinz Quezon, rund 150 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila, wurde zu hohe Geschwindigkeit vermutet. Möglicherweise habe aber auch ein Stück der Gleise gefehlt, da immer wieder Schienenteile gestohlen würden, sagte ein Bahnsprecher. Die Rettungskräfte mussten mit schwerem Gerät die Waggons öffnen und Scheiben einschlagen, um Opfer oder Überlebende unter Schock aus dem Zugwrack herauszuziehen. Mit Hilfe von Seilen wurden sie schließlich den Abhang hinauf gebracht.

Nach ersten Erkenntnissen sprang der letzte der insgesamt 5 Waggons in einer engen Kurve aus den Gleisen und stürzte den Abhang hinab, woraufhin 3 weitere folgten. "Es schien, als ob die anderen Waggons von dem ersten hinuntergezogen wurden", sagte Schaffner Melquiades del Pilar. "Ich war im zweiten Waggon. Ich spürte, wie wir entgleisten und dann sind wird hinabgefallen."

Der Zug war auf dem Weg von der östlichen Stadt Naga in die philippinische Hauptstadt. Die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo ordnete nach dem Unglück die Sperrung der Strecke an, bis das Ergebnis einer Sicherheitsuntersuchung vorliegt.

 

02.12.06 SFTV
Mindestens 469 Tote und Verletzte nach Taifun

Wenig Hoffnung auf Überlebende

Zwei Tage nach der verheerenden Schlammlawine auf den Philippinen haben die Rettungsmannschaften nur noch wenig Hoffnung, Überlebende in den acht verschütteten Dörfern am Fusse des Mayon-Vulkans zu finden.

Nach Angaben des nationalen Rats für Katastrophenschutz vom Samstag wurden in der von dem Unglück betroffenen Region Bicol bisher mindestens 469 Tote oder Vermisste gezählt.

Berichte von 200 Toten in einem Dorf

Alle Toten seien um den Vulkan Mayon gefunden worden, wo sich am Donnerstagabend beim Durchzug des Taifuns «Durian» Vulkanasche und heftiger Regen zu einer tödlichen Schlammlawine vermischt hatten.

Das philippinische Rote Kreuz hatte am Freitag von 388 Toten und 96 Vermissten gesprochen. Am Samstag revidierte die Organisation die Zahlen und sprach von 134 Toten und 156 Vermissten. Zugleich betonte das Rote Kreuz, es gehe Berichten über weitere 200 Tote in einem Dorf am Vulkan Mayon nach.

Regen löste vulkanische Sedimente

Die Rettungskräfte in der östlichen Provinz Albay wurden unterdessen weiter verstärkt. Nach Angaben des Roten Kreuzes wurden in Albay 388 Menschen getötet, in den Nachbarprovinzen kamen laut Katastrophenschutz weitere 18 Menschen ums Leben.

Der Taifun «Durian» war am Donnerstag mit Windgeschwindigkeiten von teilweise 225 Kilometern in der Stunde von Osten her über die Philippinen hereingebrochen. Am Mayon löste der Regen vulkanische Sedimente, die sich an den Hängen abgelagert hatten. Der fast 2500 Meter hohe Mayon ist einer der aktivsten Vulkane der Philippinen.

(sda/bosl)

 

 

Angst vor dem Vulkan: Massenflucht auf den Philippinen

Manila - Nach fünf Jahren Ruhe verbreitet der philippinische Vulkan Mayon wieder Angst und Schrecken: Wegen eines unmittelbar drohenden Ausbruchs müssen mehr als 34 000 Menschen auf Weisung der Behörden die Umgebung des Feuerbergs verlassen.
Das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie rief am Montag nach einer Reihe von Explosionen im Krater die zweithöchste Alarmstufe aus. Eine dunkle Rauchwolke umhüllte am Morgen die Spitze des knapp 2500 Meter hohen Berges. Dutzende von Lastwagen waren im Einsatz, um die Menschen aus der Gefahrenzone in Notquartiere zu bringen.

Der Vulkan rund 330 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila lässt nach Institutsangaben bereits die Erde zittern. "Das bedeutet, dass eine gefährliche Eruption kurz bevorsteht. Solch ein Ausbruch kann schwerwiegende Folgen für bestimmte Gegenden rund um den Mayon haben", hieß es weiter. Zunächst seien 27 Dörfer in einem Umkreis von sieben Kilometern von der Evakuierung betroffen. Verstärke der Vulkan seine Aktivität, könne das Sperrgebiet auf einen Radius von zehn Kilometern ausgedehnt werden.

Im Falle eines größeren Ausbruchs sind die Behörden nach eigenen Angaben darauf vorbereitet, etwa 50 000 Menschen in Sicherheit zu bringen. "Soweit gab es keinen Widerstand der Bewohner gegen die Räumung", sagte der Gouverneur der Provinz Albay, Fernando Gonzales. Die Evakuierung sei wohl spätestens am Dienstag abgeschlossen.

Der Mayon, einer der aktivsten Vulkane auf den Philippinen, war zuletzt 2001 mit großer Wucht ausgebrochen. Damals war aber niemand zu Schaden gekommen, jedoch mussten rund 50 000 Menschen fliehen. Wegen seiner perfekten Kegelform ist er bei Touristen als Ausflugsziel beliebt. Bei einer heftigen Eruption 1993 starben 79 Menschen. Zum schwersten Ausbruch kam es 1814: Die Vulkanasche begrub damals ein komplettes Dorf, mehr als 1200 Menschen kamen ums Leben. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts wurden rund 50 Eruptionen verzeichnet.

© dpa - Meldung vom 07.08.2006 13:28 Uhr
 

Über 3000 philippinische Mütter stillten simultan

 
Über 3000 philippinische Mütter stillten simultan
Die Mütter beim Rekordversuch.
Manila - Mehr als 3000 philippinische Mütter haben am Donnerstag auf Kommando gleichzeitig ihre Kinder gestillt, um sich einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde zu sichern.

Insgesamt seien 5000 Frauen mit ihren Babys zu der Aktion in einem Sportstadion der Hauptstadt Manila erschienen, teilte die Stadtverwaltung mit, die das massenhafte Simultan-Säugen organisiert hatte. Von ihnen hätten es aber nur 3738 geschafft, in der vorgegebenen Zeit ihr Kind zu stillen. Der bislang gültige Rekord war 2002 in Berkeley im US-Staat Kalifornien von 1130 Müttern aufgestellt worden. Manilas Stadtverwaltung will mit der Aktion Frauen zum Stillen ermuntern.

© dpa - Meldung vom 04.05.2006 15:25 Uhr

 

Mindestens 29 Tote durch Tropensturm auf den Philippinen
Manila - Durch einen Tropensturm sind auf den Philippinen mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen. Wenigstens acht Menschen werden noch vermisst, berichten Hilfsorganisationen. Der Sturm mit Spitzenwindgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern in der Stunde war über große Teile des Landes hinweggefegt. Allein 21 Menschen seien getötet worden, als eine Fähre sank. Der Kapitän hatte die Warnungen der Küstenwache vor dem Sturm ignoriert. Hunderte Häuser wurden zerstört und zahlreiche Straßen und Brücken beschädigt.
© dpa - Meldung vom 13.05.2006 17:05 Uhr

 

Bei Streit auf der "Queen Mary 2" Besatzungsmitglied getötet
Bergen - Auf dem britischen Kreuzfahrtschiff "Queen Mary 2" ist bei einem Streit ein Besatzungsmitglied getötet worden. Der Mann von den Philippinen starb in einem Krankenhaus, nachdem ihm ein anderer Angestellter an Bord des Luxusliners schwere Kopfverletzungen zugefügt hatte, teilte die Reederei Cunard mit. Der mutmaßliche Täter wurde bis zum Eintreffen der Polizei unter Arrest gestellt. Die "Queen Mary 2" befindet sich derzeit auf einer Fahrt durch die Nordsee. Heute macht sie Station im norwegischen Bergen.

 

Alle Todesstrafen auf Philippinen in Haftstrafen umgewandelt
 
Alle Todesstrafen auf Philippinen in Haftstrafen umgewandelt
Die Todeskammer im New-Bilibid-Gefängnis südlich von Manila. Auf den Philippinen ist die Hinrichtung mit der Giftspritze statthaft.
Manila - Die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo hat anlässlich des Osterfestes alle Todesurteile in lebenslange Haftstrafen umgewandelt. Dies kündigte Arroyo in ihrer Osterbotschaft am Sonntag an.

Zur Zeit sitzen auf den Philippinen 1205 Menschen in Todeszellen. Die meisten der mit Todesurteilen bestraften Verbrechen sind Vergewaltigung, Mord und Entführung mit Lösegeldforderung.

Seit dem Amtsantritt von Arroyo als Präsidentin im Jahre 2001 ist kein Todesurteil mehr vollstreckt worden. Die Todesstrafe war auf den Philippinen im Jahre 1987 abgeschafft und 1994 wegen einer Reihe sehr schwerer Verbrechen wieder eingeführt worden. Danach wurden sieben Menschen durch eine Giftinjektion hingerichtet.

© dpa - Meldung vom 16.04.2006 12:34 Uhr


WEB.DE Portale > Schlagzeilen
Meldung vom 06.04.2006 10:54 Uhr

Neue Papageie

New York (dpa) - Wissenschaftler haben auf den Philippinen eine bisher unbekannte Papageien- und eine neue Mausart entdeckt. Die beiden Tierarten leben auf der kleinen Insel Camiguin. Das schreiben die Forscher im amerikanischen Fachmagazin "Fieldiana: Zoology".
Ihre Entdeckung zeige, wie wichtig es sei, den restlichen Regenwald auf der Insel zu erhalten. Der neu entdeckte Papagei hat grünes Gefieder mit blauer Kehle und blauen Schenkeln. Die Spitze des Kopfes und der Schwanz leuchten scharlachrot bis orange. Dass es sich um eine bisher unbekannte Art handelte, fanden die Forscher bei der Untersuchung präparierter Exemplare heraus, die sich schon seit vierzig Jahren im Besitz des Field Museums in Chicago (US-Staat Illinois) befanden. Ein deutscher Papageienfreund, Thomas Arndt, hat die neue Art mittlerweile auf Camiguin fotografiert. Die bisher unbekannte Maus hat große Augen und Ohren und ein braunes Fell. Sie war auch den Einheimischen bisher noch nicht aufgefallen.
"Zu wissen, dass auf Camiguin mindestens 54 Vogelarten und mindestens 24 Säugetierarten vorkommen und einige dieser Tiere nirgendwo sonst auf der Erde zu finden sind, lässt uns begreifen, wie wichtig diese Insel ist", sagte einer der Forscher, Lawrence Heaney, Säugetier-Kurator am Field Museum. Die Insel war einmal ganz mit Regenwald bedeckt, doch schon 2001 waren es nur noch 18 Prozent. Seitdem ist der Anteil weiter gesunken.

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© dpa
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Philippinen lassen sich ans Kreuz nageln

Wie alljährlich an Karfreitag haben sich wieder rund ein Dutzend Gläubige auf den Philippinen ans Kreuz schlagen lassen. Sie wollen für ihre Sünden büssen oder damit kranke Verwandte retten.

Allein in San Pedro Cutud, 70 Kilometer nördlich von Manila, unterzogen sich nach Angaben der Organisatoren neun Menschen dem blutigen Ritual, um für ihre Sünden zu büssen oder Gott um die Genesung eines kranken Verwandten zu bitten.

Der 45-jährige Ruben Enaje, der sich bereits zum 20. Mal kreuzigen liess, erklärte, für ihn sei dies eine Möglichkeit, Gott zu danken, dass er einst als Bauarbeiter einen Sturz vom Dach eines Hauses überlebte. Die zehn Zentimeter langen Nägel werden in Alkohol getränkt, um eine Infektion zu verhindern.

Die katholische Kirche hat die Kreuzigungen wiederholt verurteilt. Sie gingen ebenso wie die in Teilen der Philippinen praktizierte Selbstgeisselung in der Karwoche auf heidnische Traditionen zurück, sagte ein Sprecher der philippinischen Bischofskonferenz am Freitag. Das blutige Schauspiel erfreut sich dennoch wachsender Beliebtheit, dieses Jahr versammelten sich rund 15.000 Zuschauer in San Pedro Cutud.

Quelle: AP

 

24.2.2006

Ausnahmezustand auf Philippinen

Notstand auf Philippinen nach angeblichem Umsturzversuch
Die philippinische Präsidentin Arroyo hat nach einem angeblichen Umsturzversuch den Notstand über das Land verhängt.

Manila - Nach einem angeblichen Umsturzversuch hat die politisch angeschlagene philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo am Freitag den Ausnahmezustand über das Land verhängt.
Es habe eine "klare und augenblickliche Gefahr" gegeben, sagte die Staatschefin in einer Fernsehansprache. Angehörige des Militärs hätten geplant, sich gegen die Regierung zu stellen und "ein Regime außerhalb der Verfassung" zu errichten, erklärte Arroyo am Vorabend des 20. Jahrestags der Flucht von Diktator Ferdinand Marcos.

Die Regierung habe jedoch diese "illegalen Aktionen zerschlagen". Als Oberbefehlshaberin der Streitkräfte habe sie die Situation nun unter Kontrolle, sagte die Präsidentin. Am frühen Morgen war ein General festgenommen und zwei ranghohe Polizeioffiziere ihrer Posten enthoben worden, weil sie angeblich Umsturzpläne gegen Arroyo schmiedeten. "Wir haben die Bedrohung verringert, aber wir können nicht sagen, dass sie vorüber ist", sagte der Stabschef der Streitkräfte, General Generoso Senga.

Die Kongressabgeordnete Rizza Hontiveros-Baraquel übte Kritik an der Entscheidung. Der Schritt Arroyos sei verfassungswidrig und illegal. Er forderte Militär und Polizei auf, das mit der Ausrufung des staatlichen Notstandes geltende Demonstrationsverbot nicht zu unterstützen.

Unmittelbar nach Verhängung des Ausnahmezustandes löste die Polizei Demonstrationen von tausenden von Gegnern der Präsidentin mit Wasserwerfern auf. Mehr als 20 Kundgebungsteilnehmer wurden festgenommen. Später versammelten sich rund 15 000 Demonstranten zu einem weiteren Protestmarsch, bei dem es aber keine Zwischenfälle gab. Die Kundgebungen sollten auch an den Sturz des Diktators Marcos erinnern. Marcos war nach einem Volksaufstand am 25. Februar 1986 mit seiner Familie außer Landes geflohen.

Die Staatschefin steht seit Juni vorigen Jahres unter Druck, weil sie die Präsidentenwahl 2004 manipuliert haben soll. Auf mehreren Demonstrationen wurde ihr sofortiger Rücktritt verlangt. Arroyo bestreitet die Vorwürfe und lehnt einen Amtsverzicht ab. Im September war die Opposition damit gescheitert, ein Amtsenthebungsverfahren gegen sie einleiten zu lassen. In der Folge hatte es in Manila immer wieder Putschgerüchte gegeben. Arroyo war 2001 an die Staatsspitze gelangt, nachdem ihr Vorgänger in Joseph Estrada in einem vom Militär unterstützten Volksaufstand aus dem Amt gedrängt wurde.

Die Verhängung des Ausnahmezustandes schickte die Börse in Manila und die Landeswährung Peso vorübergehend auf Talfahrt. Später erholte sich das Aktienbarometer und schloss mit einem Verlust von nur rund einem Prozent. "Investoren müssen sich auf weitere Schwankungen und Schwächen gefasst machen", warnte ein Händler.

Am Morgen waren die Sicherheitsvorkehrungen in der Hauptstadt deutlich verstärkt worden. Alle Zufahrtsstraßen zum Präsidentenpalast wurden nach Fernsehberichten mit Stacheldraht und Schiffscontainern abgesperrt, während hunderte von Polizisten an Kontrollpunkten Posten bezogen. Der Schulunterricht in der Hauptstadt wurde abgesagt.

Die USA appellierten an die Bevölkerung, Ruhe zu bewahren und auf Gewalt zu verzichten. "Die US-Regierung beobachtet die Situation sehr genau", heißt es in einer Erklärung der Botschaft. "Wir rufen die Regierung der Philippinen und die Menschen auf, das Gesetz zu respektieren, die Bürger- und Menschenrechte zu wahren und nicht zu Gewalt zu greifen." Washington ist ein enger Verbündeter Manilas. Australien sprach eine Reisewarnung für seine Bürger aus.

Der Ausnahmezustand bleibe in Kraft, solange er vonnöten sei, betonte Präsidenten-Stabschef Michael Defensor. Der Schritt gebe der Regierung die Möglichkeit, mutmaßliche Rädelsführer ohne Haftbefehl sofort festnehmen zu lassen. Defensor hatte zuvor erklärt, die Regierung sei dabei, "acht bis zehn Personen - Soldaten, Zivilisten und Finanziers" festzunehmen zu lassen. Es habe einen eindeutigen Versuch einer Gruppe gegeben, die Macht an sich zu reißen. Dank der schnellen Reaktion des Militärs sei die Lage aber unter Kontrolle.

© dpa - Meldung vom 24.02.2006 13:57 Uhr

Quelle: www.web.de

 

 

18. Februar 2006, 7:30

Möglicherweise bis zu 3000 Tote nach Erdrutsch auf den Philippinen

Dörfer vorsorglich evakuiert
Die Zahl der Opfer des gewaltigen Erdrutschs auf der philippinischen Insel Leyte ist möglicherweise wesentlich höher als bisher angenommen. Nach Behördenangaben lebten in dem verschütteten Dorf Guingsaugon rund 3000 Menschen.
Das Dorf wurde am Freitag unter einer gewaltigen Schlamm- und Gerölllawine begraben. Die Chancen, Verschüttete lebend zu bergen, lägen bei zehn Prozent, sagte die Bürgermeisterin der nahegelegenen Stadt Saint Bernard, Maria Lim, am Samstag dem Radiosender DYVL.

Bis Samstagmorgen wurden über 100 Leichen und 57 Überlebende geborgen. In den frühen Morgenstunden nahmen die Bergungsmannschaften ihre mühselige Suche nach Verschütteten wieder auf.

Mit blossen Händen und Schaufeln gruben sie sich durch den Schlamm, der an einigen Stellen bis zu 30 Meter hoch lag.

Soldaten versuchten vergeblich, die Dorfgrundschule freizulegen, in der mehr als 200 Schüler und 40 Lehrer von den Schlammmassen überrascht worden waren.

Angehörige berichteten von mehreren SMS-Botschaften der Kinder. Nach kurzer Zeit mussten die Helfer ihre Bergungsversuche jedoch wieder aufgeben, als eine neue Schlammwand niederging.

Wieder zurückgekehrt

Nach Angaben der Gouverneurin der Provinz Leyte, Rosette Lerias, lebten laut der jüngsten Zählung rund 3000 Menschen in den 375 Häusern des Dorfs.

Zwar sei Guingsaugon Anfang der Woche nach einer Reihe von Erdrutschen auf den Nachbarort vorsorglich evakuiert worden. Doch kehrten die meisten wieder zurück, nachdem der tagelange sintflutartige Regen aufgehört hatte.

Nach einem leichten Erdbeben sei die Schlammlawine dann so rasch auf das Dorf niedergegangen, dass für die meisten Bewohner keine Zeit mehr zur Flucht blieb. Das philippinische Rote Kreuz hatte am Freitag von rund 200 Toten und 1500 Vermissten gesprochen.

In der Zwischenzeit trafen erste internationale Hilfszusagen ein. Die UNO und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) gaben Gelder zur Soforthilfe frei. Ein Expertenteam der UNO sollte vor Ort über weitere Hilfen entscheiden. Die US-Marine entsandte ein Kriegsschiff, das an einem Manöver in philippinischen Gewässern teilnimmt.

Dörfer evakuiert

Wegen der akuten Gefahr weiterer Erdrutsche haben die philippinischen Behörden elf Dörfer auf der Insel Leyte evakuiert.

Rosette Leria, die Gouverneurin der Provinz Süd-Leyte, erklärte alle diese Gemeinden hätten ähnliche Bedingungen wie das Dorf Guinsaugon, das am Freitag von einer Schlamm- und Gerölllawine komplett verschüttet wurde.

Quelle: www.sf.tv