FERIENBERICHTE-2005
Leider waren die Ferien 2005 nicht zu unserer Zufriedenheit verlaufen. Wir wollten etwas mehr Geld ausgeben und dafür etwas mehr Luxus und Service. Leider bekamen wir für viel mehr Geld kaum mehr Service. Unser Fazit: So nicht! Die Ferien für 2006 sind gestrichen. Immerhin gaben wir jährlich etwa 10.000 Franken für Ferien in den Philippinen aus. Wir haben es satt immer übers Ohr gehauen zu werden. (Nachtrag: Wir sind nach dem verregneten August doch wieder gefahren!)
Albtraum Malapascua
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Malapascua wird noch immer als Geheimtipp
angepriesen. Auf den Photos sieht auch alles wunderbar aus. Weisser Strand,
schöne Bungalows, Floating Bar, sogar Golf soll es geben. Leider sieht die
Realität anders aus. Schon die Anreise gestaltet sich (besonders für
grössere Gruppen) nicht einfach. Philippinos versprechen viel! Z.B. wird ein
Van mit 12 Plätzen angeboten. Leider können nur 9 Personen sitzen (Eine
Sitzreihe muss ja dem Gepäck weichen.). Bei einer Gruppe von 10 Personen
muss halt immer eine Person stehen. Es sind ja nur 3 Stunden Cebu-Malapascua
und das bei so guten Strassen! Sollte ein Wind gehen, können Sie die
Überfahrt auf die kleine Insel vergessen. Schlechtenfalls sitzen Sie
tagelang auf der Insel fest! Aircon brauchen Sie nicht. Auf der Insel gibt
es am Tag keinen Strom (Ausnahme ist das Exotic
www.malapascua.net 48 Dollars pro
Nacht in der Low Season). Wollen Sie einen Mangoshake essen? Dann müssen Sie
sehr, sehr viel Geduld aufbringen. Während des Tages gibt es ja keinen Strom
und am Abend müssen Sie Glück haben, dass Sie die Konstellation Mango, Eis,
Shaker antreffen. Es gibt eine positive Ausnahme und das ist das Restaurant
"La Isla Bonita". Hier lebt der "Deutsche Geist" weiter: Super Bedienung,
gutes, schön präsentiertes Essen. Die Portionen sind reichlich und die
Preise sehr fair! Bravo. Übrigens die Floating Bar haben wir in der nächsten
Bucht am Ufer gefunden. Sinking Bar wäre der betreffende Name. Dass
Malapascua kein Insider-Tipp mehr ist, das sieht man am Abfall: Malapascua
die Müllinsel! Ja, der sanfte Tourismus ist vom Umweltbewusstsein der
Philippinen eingeholt worden.
www.malapascua.de
Nachtrag: Es ist also auch 2006 immer noch so, dass der Inselgenerator nur Strom von 18.00 bis 23.00 Uhr liefert. Nur das Exotic Resort www.malapascua.net bietet 24 h Strom. Alle anderen Resorts bieten Fan und Aircon welche aber von 18.00 bis 23.00 Uhr kühlen. Nichts mit kühlem Mittagssiesta oder Mangoshake am Tag.
Touristen und Hunde
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In Gebieten mit Touristen z.B. Bohol und
Malapascua gibt es sehr viele Hunde. Sehr viele "Weisse" haben ihre
Lieblingshunde aus ihrer Heimat mitgebracht. Daraus ergaben sich viele
lustige und weniger lustige Kreuzungen. Vor allem sind die Hunde an den
Menschen gewöhnt und betteln um Essen und suchen die Nähe zu Menschen. Von
der Haltung entsteht so eine Mischform mit einheimischen
Hundehaltungsmentalität. Die Hunde sind frei und bilden oft kleinere und
grössere Rudel - Vermehrung ist natürlich frei angesagt. Leider sind viele
Hunde krank, leiden an Geschwüren - aber Geld für den Tierarzt hat natürlich
niemand. Die Hunde landen auch nicht mehr in der Pfanne (Letchon Aso masarap!).
So betteln die kranken und dreibeinigen Hunde um Futter bei den Touristen.
Und viele "Weisse" geben um ihr gutmütiges Herz zu zeigen auch reichlich
Essen vom Tisch (Jeder Hundebesitzer weiss, dass dies die grösste Sünde
ist). Leider sieht die Situation ernster aus, wenn man kleine Kinder hat.
Tausendmal muss man sagen, dass man die Hunde nicht streicheln und nicht
füttern soll. Teilweise schnappen die Hunde nach Kinder (es ist ja ein
Unterhund) oder die Kinder haben Angst vor dem Rudel. Und dann passiert es
immer wieder. Die Hunde setzen sich unter den Speisetisch und kotzen
zwischen die Beine. Hier könnte die Geschichte zu Ende sein. Mob, Eimer und
Wasser denken alle, doch wer auf den Philippinen ist, weiss, es geht auch
anders. Man hole einen Schuh voll Sand vom Strand, werfe diesen Sand über
die Kotze und fertig. Von da an haben wir alle Hunde vom Essensbereich
weggescheucht, haben aber die Rechnung ohne den lieben Tourist gemacht.
Sofort hat ein allwissender Weitgereister (Bangkok und Manila) sein
Kontinental-Breakfast mit dem armen Hund geteilt. Kaum war der "Weisse" weg,
kam es wie es kommen musste: Der Köter kotzte doch das "Kontinental" wieder
unter unserem Tisch hervor!
Touristenfalle Bohol
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Bohol ist eine der berühmtesten
Feriendestinationen der Philippinen. Viele Besucher schwärmen von diesem
flecken Erde, doch weniger schön ist es (wie bei allen Ferienzielen) bei
schlechtem Wetter oder wenn man krank wird. Oh wie wundervoll ist doch
dieser Strand! Der ganze Müll wird noch immer einfach zusammengekratzt und
im Sand verbuddelt. Und wie das Wasser so klar ist! Wenn in der Nacht nicht
noch die letzten kleinen Fische mit Fackeln rausgefischt würden könnte man
zwischen dem Wasser sogar noch Fische sehen. Und das wunderbare Essen! "Gottseidank"
gibt es noch Swiss-Bratwurst und Cordonbleu, denn Gemüse scheint es nach der
Speisekarte kaum zu geben. Dabei quillt der Markt von Gemüse und Früchten
über. Und wie günstig alles ist. Wirklich? Ein Zimmer nur 2500 Pesos, dafür
kein warmes Wasser und um Badetücher muss man betteln oder noch reichlich
Trinkgeld nachschieben. Um hier im modernen Business-Deutsch zu sprechen:
Die Kundenanpassung erwirkte, dass die Bar jetzt um 19.00 Uhr geschlossen
wird. Eine Touristenfalle jedenfalls ist die Beförderung mit den
Monopoltaxis in die Stadt Tagbilaran. Wer wahre Preise und Taxiservice
geniessen will, soll dies in Cebu versuchen. Bravo! Sogar in der Nacht
fuhren alle mit Taxometer und für unter 50 Pesos kamen wir von einer Seite
der Stadt zur anderen. Vermutlich haben die Taxifahrer von Bohol ihr
Handwerk in Manila gelernt! Schamlos auch die Preise für die
Besichtigungstouren! Wer unerfahren ist, bezahlt schnell 2000 bis 4000 Pesos
(Schamgrenze nach Oben gibt es nicht!). Es geht auch für 1000 Pesos im Van,
man braucht einfach Zeit und Nerven (meine sind schon in Manila liegen
geblieben..) Das Tourist-Office ist jetzt ausgebaut worden. Es wird jetzt
für 1 Fr. (=40 Pesos) noch weniger geboten als vorher! Und nicht zu
vergessen die illegalen 7% auf den Geldbezug mit Visa! Sollten Sie in die
unglückliche Lage kommen ein Spital besuchen zu müssen, so meiden sie das
vielgerühmte Romeo-Hospital! Gehen Sie ins Community-Hospital! Bitte dem
Jens weiter sagen. Ich hab's erlebt!
www.alonabeach.de
Kein Reiseland Philippinen
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Ist man jung und abenteuerlustig, so sind die
Philippinen sicher richtig. Einige könnten lange Geschichten zum Reiseland
Philippinen erzählen. Bitte tut's! Seit Sommer 2004 sind die Preise um 30%
gestiegen (Inflation). Warum der Franken statt 45.5 Pesos (2004-im Dezember
sogar 49 Pesos) dieses Jahr nur noch etwas über 40 Pesos Wert sein soll
erklärt sich so: Der Markt spielt überhaupt nicht, die Regierung legt
einfach einen Umrechnungskurs nach Handgelenk mal Pi fest! Und dann auf
Bohol hat das Touristoffice seine Dienstleistungen den neuen
Kundenbedürfnissen angepasst! Wir sind einfach wieder abgereist und siehe
da, in Cebu im Einkaufscenter war der Kurs 1SFR=44Pesos! Zurück zu unserem
Reiseland. Die Schiffe sind immer so gebaut, dass der Zielhafen mit knapper
Not erreicht werden kann. Beispiele: Die Prinzess of Sabang (Motorschaden
auf dem offenen Meer, übersetzen auf eine Touristenbanka und Aussetzung an
einem fremden Strand - nur die Perlenverkäufer waren schon da.), Supercat
(2x Motorschaden und normale Verspätungen von 30 Minuten bitte einplanen!),
Superferry (grauenhafter Check-in in Cebu). Die Busse sind oft in lausigem
Zustand und die Fahrer fahren zu schnell. Die Strassen sind teilweise in
erstaunlichem Zustand (kommt immer drauf an, woher der Präsident oder die
Präsidentin kommt), teilweise aber auch einem Feld-, Wald- und Wiesenweg
ähnlich. Bisher musste ich durch meine philippinische Familie Cebu-Pazific
fliegen. Erst ein Kollege gab mir den ultimativen Tipp: Philippine Airlines
- Mabuhay-Class (=Business)!! In Manila fliegt man beim internationalen
Airport ab. Besucht die Launch mit gratis Essen, Trinken und viel Ruhe! Im
Flugzeug wird man mit Namen begrüsst, trinkt einen Begrüssungstrank, stellt
sein Menü zusammen und schläft nach dem Start bequem im zur Liege
eingestellten Stuhl seinen Hangover aus. So macht reisen Spass. Einige
allerdings vermissen die Huperei für Eiscrèmes und das Rufen für Baluts!
Nachtrag: Der Peso ist im 2006 unter 40 Pesos für 1 Franken gesunken. Ich habe im Oktober 06 für 39 gewechselt.
Nervensache Airport
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Zu guter letzt eines erholsamen Urlaubs steht noch
das Check-in an.
Das alles kommt auf jeden Touristen zu:
1. Pässe und Tickets am Haupteingang zeigen.
(und die Frage nach Dollars für die armen Kinder zu Hause)
2. Kontrolle des Gepäcks und Personen mit Metalldetektor (Leider Out of
Order).
3. Vor Check-In: Eine Person kontrolliert nochmals Ticket und Pass. Geduld
ist gefragt in der angenehmen Schlange von mindestens einer Stunde
Wartezeit.
4. Endlich am Check-In-Schalter. Sie sind mit einer
Filipina verheiratet? Dann kennen Sie ja das Prozedere. Umbeigen, neu ordnen
und so hoffen, dass das Gepäck leichter wird. Anschliessend werden einige
Stücke auf die Umstehenden zu verteilen versucht. Was für ein Problem? Sie
finden das E-Ticket meiner Frau und Tochter nicht im System? Eine
Supervisorin kann alles klären. No Problems Sir!
5. Kontrolle des Handgepäcks und der Boardingpässe. Das Handgepäck wird
nochmals gewogen.
6. Emigration. Bitte blättern Sie noch 550 Pesos (50Fr.) hin, dann erhalten
Sie einen Ausreisestempel in den Pass gehämmert (Hoffentlich das richtige
Datum...).
Danach hat man wenige Minuten Ruhe. Man ist im Transferbereich.
Zwischenstory? Hier hat man die Möglichkeit für nur 10 Dollars pro Person
eine Launch zu besuchen. Gratis Essen und Trinken, aber nicht das Internet.
Na, ja, WC mit Dusche sind inbegriffen. Leider auch herumrennende Mäuse!
Unsere Tochter fand die Launch gar nicht mehr so schön!
7. Handgepäckkontrolle, Personenkontrolle: Gürtel weg, Schuhe aus (meine
hatten Metalleinlagen), dann auf das Böckchen stehen und Hände in die Höhe
halten.
8. Bevor es in den unteren Boardingbereich geht, werden nochmals die
Reisedokumente Pass und Boardingpass kontrolliert.
9. Nachdem man nun glaubt alles überstanden zu haben, folgt unten nochmals
die Handgepäckkontrolle: Jedes Handgepäck wird nochmals von Hand durchwühlt.
10. Jetzt kommt noch das endgültige Boarding (von Hand). Boardingpass
abgeben und Pass vorweisen.
Jetzt hätte man es geschafft. Hätte, denn jetzt wurde bemerkt, dass der Löli
bei der Emigration das falsche Ausreisedatum gestempelt hat. (Was für eine
Aufgabe: Jeden Tag ein anderes Datum.) Jetzt 10 Minuten vor Abflug um 11.45
Uhr darf man nochmals zurück zu Punkt 6 (Da der "Swiso" zu toben begann, gab
man ihm eine Begleitung der Airline mit.). Da der Flug der Emirates der
letzte Flug des Tages ist, hat die Emigration schon geschlossen. Endlich ein
Supervisor verlangt ein Schreibzeug (selber hat er keines). Ändert das Datum
und los geht's: Gürtel weg und Schuhe wieder aus (meine Schuhe haben
Metalleinlagen). Punkt 7 geschafft. Am Punkt 8 renne ich vorbei! Punkt 9 hat
meine Frau schon erledigt. Punkt 10 und rein ins fast startende Flugzeug:
Weinende Tochter trösten, wütende Frau beruhigen und den Blutdruck wieder
auf normal bringen - Wie viele Stunden Flug liegen noch vor uns? 16. Weder
in Dubai noch in Zürich interessierte jemand das Ausreisedatum. Alle
Aufregung war unnötig und doch so normal am Flughafen Manila.
Wer's nicht glaubt soll selber einmal nach Manila fliegen. Viel Spass!
(Sep.2005)